Dark Portrait ToGo

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Nero gefiel mein dunkles Selbstportrait so gut, dass er mich darauf ansprach. Daher bot ich ihm an, dass wir auch ein “Dark Portrait” von Ihm machen können. Nachdem wir den Termin immer wieder verschieben musste, klappte es dann doch einmal. Der Timeslot war 20 Minuten und wir hatten vor ein dunkles und ein helleres Bild zu machen. Challenge Accepted!

Ich war mit dem Rad im Büro und hatte entsprechend wenig Equipment mitgenommen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich ein Canon EF 24-105 mm f4.0 L IS USM zum Testen ausgeliehen. Das kam hier natürlich zum Einsatz. Der Durchlichtschirm passte auch in den Rucksack, zeigte aber oben ziemlich raus. Zum Glück hatte ich niemandem die Augen ausgestochen. Zwei Blitze und die Fernauslöser waren natürlich auch dabei. Und dann war es soweit. 12 Uhr. “Ich muss aber gleich noch weg!” Es musste also fix gehen. Einen Raum mit weißer Wand zu finden war kein Problem. Praktischerweise gab es hier Stehtische, auf die ich den Blitz für den Hintergrund legen konnte. Den Hauptblitz hielt ich samt Schirmhalter und Schirm in der linken Hand. Den Schirm eingeklappt um die Lichtquelle zu verkleinern und damit die Schatten ein wenig härter aussehen zu lassen.

Es dauert gar nicht so lange, bis einem der Arm lahm wird. Auch die Kamera mit einer Hand zu benutzen ist gewöhnungsbedürftig, hat man doch normalerweise den Luxus einer zweiten Hand. Das Ganze machte die Aktion dann noch zusätzlich spannend. Jedes Mal, wenn ein Bild gelungen war, aber das Licht nicht zu Hundert Prozent passte, musste ich die Position neu suchen. Um so glücklicher war ich, als wir tatsächlich ein helles und ein dunkles Portrait im Kasten hatten. Zumindest wenn ich dem kleinen Kameradisplay Glauben schenken sollte. Blieb also abzuwarten, was nach dem Import in Lightroom zu sehen sein würde!

Das Foto: Dark Portrait ToGo

Canon EOS 70D + 65 mm | 1/200 Sek F8 | ISO 100

Entstehung:

Die Entstehung des Bildes an sich ist wieder klassisch. Die Kameraeinstellungen entsprechen meinem Standard-Blitz-Setup (siehe Business Portrait). Der Hintergrund ist eine weiße Wand, ca. 2 m vom Model entfernt. Direkt hinter Ihm steht der Blitz und ist auf die Wand gerichtet. Der Hauptblitz ist links oberhalb der Kamera positioniert. Es ist ein fast geschlossener Reflektorschirm um eine relativ kleine, halbwegs gerichtete Lichtquelle zu erzeugen. Der Rest ergibt sich aus den Abständen und den Blitzeinstellungen.

Fazit:

Es freut mich, dass mit geringem Materialeinsatz (von der Kamera und dem Objektiv mal abgesehen) hier ein, wie ich finde, richtig cooles Portrait entstanden ist. Das typische “wenn ich dies und das hätte könnte ich” oder “da ich bla und blubb nicht habe kann ich nicht” verliert dadurch an Bedeutung. Selbst eine 70D hätte es nicht sein müssen. Auch mit der 600D und dem Nifty Fifty ging schon viel. Mit coolerem Equipment hat man es halt einfacher und mehr Spielraum. Und es macht mehr Spaß. 😛

Danke Nero für die Challenge. 😉

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