dunkles Selbstportrait – Blitzen mit Grid

On Location:

Ich fluche, weil ich schon wieder an einem der Beine eines Lampenstativs hängen geblieben bin. Mein Kellerraum ist nicht der größte. Und er steht mir natürlich nicht alleine als Fotostudio zur Verfügung. Ich muss mich also, wohl oder übel, arrangieren. Ich will doch nur ein einfaches Selbstportrait.

Mein Ziel ist ein dunkles “low key” Selbstportrait. Dank des Klappdisplays an meiner Kamera kann ich ganz gut kontrollieren, wo ich mich platzieren muss. Die Kamera steht auf einem Stativ auf einem Tisch. Das Auslösen geht via IR Fernbedienung. Trotzdem muss ich immer wieder das Bild an der Kamera kontrollieren. Nächstes Mal probiere ich die Tethered Funktion von Lightroom aus. Aber für heute belasse ich es dabei. Schließlich muss ich die beiden Blitze eh von Hand bewegen und in der Leistung anpassen. Und danach muss ich mich wieder richtig positionieren. Die Kamera hat zum Glück eine Gesichtserkennung. Das macht die Sache einfacher. Meine alte DSLR hatte das nicht. Das war noch komplizierter.

Ich probiere und probiere. Stelle Blitze ein. Mache ein Foto. Kontrolliere es. Und passe wieder entsprechend an. Langsam komme ich dem Bild, was ich im Kopf habe näher. Langsam kann ich das, was ich will auch gezielter erhalten. Die Glückstreffer werden mehr und mehr durch gezielte Korrekturen ersetzt. Trotzdem bin ich noch am Anfang. Aber mein Zielfoto erhalte ich. Für heute bin ich zufrieden.

Das Foto: dunkles Selbstportrait

dunkles Selbstportrait

Canon EOS 70D + 50 mm | 1/200 Sek F8,0 | ISO 100

Entstehung:

Der Aufbau ist sehr einfach. Eigentlich. Für das Hauptlicht habe ich eine 80 cm Octabox mit grobem Grid. Es steht direkt links neben der Kamera, ungefähr auf Augenhöhe. Ich stehe ca. 1,5 m vor einer weißen Wand. In diesem Setup muss die Wand nicht fehlerfrei o. ö. sein. Das Meißte verschwindet im Schatten. Um die Haare und den dunklen Pullover vom Hintergrund zu separieren habe noch einen weiteren Blitz platziert. Dieser steht links hinter mir, also rechts von der Kamera. Als Lichtformer kommt ein zugeklappter Reflexschirm zum Einsatz. Dadurch kommt nicht so viel zusätzliches Licht auf den Hintergrund, weshalb er schön dunkel bleibt. Und er ist halt da. 😉

Fazit:

Eigentlich würde ich den Schirm lieber geöffnet lassen und vom Hintergrund weg drehen. Dann wäre die Lichtquelle etwas größer und die Highlights auf der Wange weniger ausgeprägt. Leider würde dann aber auch in meinem kleinen Raum mehr Licht von der Decke und den anderen Seiten des Raumes zurückgeworfen. Das würde dann den Schattenverlauf verringern. Und genau den möchte ich ja haben.

Dieses Setup gefällt mir sehr gut. Es ist schon in einem kleinen Raum ganz gut zu verwenden. Vor allem aber kann man sehr interessante Bilder erhalten. Ich werde wohl genau mit diesem Setup noch ein wenig herumspielen. Mangels Model gibt es dann wieder ein Selbstportrait. Mal sehen, wie ich das Licht bei meinem schwarzen Labrador einsetzen kann. Allerdings wird das vermutlich noch etwas kniffliger als bei mir.

One thought on “dunkles Selbstportrait – Blitzen mit Grid

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